Intro: Xenja Füger, Dominique Misteli, Stefanie Olbort

Das ewige Zittern

MI 21.11.2018
19:30 Uhr
20′

Foto: Milad Ahmadvand

Atome sind lustig. Sie zittern den ganzen Tag – mal mehr, mal weniger – immer.

Die Teilchen, welche zu klein sind, dass wir sie von blossem Auge wahrnehmen können, schwingen und zittern ständig um und in uns. Das heisst, alles bewegt, beeinflusst und zieht sich fortwährend gegenseitig an. Materie aller Art zittert und schwingt jederzeit. Wir schwingen mit.

Das Individuum, als ein eigenes System und doch verbunden mit der Umwelt und anderen Lebewesen, zieht seine Bahnen. Mit Selbstmitleid, Narzissmus und einer hohen Erwartungshaltung machen wir uns das Leben schwer und katapultieren uns damit in ein selbstkonstruiertes Universum, das sich stetig um uns dreht. Körper werden auf Umlaufbahnen geschickt, ziehen sich gegenseitig an und beeinflussen einander. So wie sich Atome bewegen, sich miteinander verbinden, reagieren und Moleküle bilden, so verbinden sich auch die vier Tänzerinnen miteinander. Verbindungen werden geknüpft, ein neues Gebilde entsteht, Reaktionen finden statt, die Strukturen verändern sich wieder, wachsen, zerbrechen und verbinden sich wieder neu.

„Das ewige Zittern“ ist ein neues zeitgenössisches Kurzstück, das sich mit der Thematik der Atome und den Umlaufbahnen des eigenen Ichs befasst. Auf eine humorvolle und leichtfüssige Art und Weise setzten die vier Performerinnen das Thema tänzerisch um.

Konzept & Idee: Xenja Füger, Dominique Misteli, Stefanie Olbort
Choreografie und Tanz: Xenja Füger, Dominique Misteli, Stefanie Olbort, Oriana Bräu-Berger
Musik: Ayun – Mira & Chris Schwarzwalder / Turbolina – Leech / Batcheva – Uno Helmersson